Schon gefahren: Bruch Boards Freedom im Test

Manuel Vogel

 · 16.07.2022

Schon gefahren: Bruch Boards Freedom im TestFoto: Marius Gugg

Mit dem Modell Freedom hat Shaper Dany Bruch ein Board designt, welches als Freewave- und Freerideboard gleichermaßen einsetzbar sein soll. Wir haben das Bruch Boards Freedom getestet.

Die Outline des Bruch Boards Freedom 118 erinnert an ein aufgeblasenes Waveboard. Das schlanke Heck wurde offensichtlich auf Drehfreudigkeit optimiert, an Deck steht neben einer 3er-Schlaufenposition auch eine weit nach außen versetzte Freeride-Position zur Verfügung. Ausgeliefert wird das Board, welches in Carbon-Sandwich-Konstruktion gebaut wird, mit passendem Boardbag sowie zwei Finnensetups. Beim Thruster-Setup wurde die Centerfinne auf der Basis weit vorne positioniert, die 36er Freeridefinne sitzt hingegen etwas zurück versetzt – eine sinnvolle Idee, um Drehfreudigkeit und Speed/Höhelaufen zu kombinieren. Kleines Manko: Das Loch für die Montage der Powerbox-Finne sitzt direkt hinten unter der Mittelschlaufe, was die Montage etwas komplizieren kann aber auf dem Wasser nicht stört. Im Sommer 2022 sollen weitere Größen mit 88/98/108 & 128 Litern folgen.

Dieses Thruster Fin Setup sorgt für mehr Drehfreudigkeit und Speed beim Höhelaufen.Foto: Manuel Vogel
Dieses Thruster Fin Setup sorgt für mehr Drehfreudigkeit und Speed beim Höhelaufen.

Bruch Boards Freedom auf dem Wasser:

Für den Einsatz in Bump & Jump- sowie kleinen Brandungsbedingungen sollte man den Freedom mit 3er-Schlaufen-Setup und Thrusterfinnen bestücken. Damit kommt er ordentlich auf Touren und bietet auf der Geraden eine gute Mischung aus Kontrolle und ausreichend freiem Fahrgefühl. Dank des waveorientierten Shapes steht das Board schön weich auf der Kante und zieht variabel durch die Kurve, nur die Durchgleiteigenschaften in der Halse sind nicht auf Top-Niveau. Dafür lässt sich das Board, die nötigen Kilo Fahrergewicht vorausgesetzt, sogar noch in Frontsideturns drücken und auch an der Wellenlippe über den hinteren Fuß zum Cutback drehen – bei Boards dieser Größe eher eine Seltenheit.

Mit Singlefin bestückt sollte man die Schlaufen nach außen und den Mastfuß ins vordere Drittel versetzen. Diese Anpassung erweitert den Einsatzbereich spürbar, das Freedom kommt damit früher ins Gleiten, erreicht auf der Geraden eine freiere Gleitlage und auch einen höheren Topspeed. In Manövern steht das Board wie erwartet weich und griffig auf der Kante. Auch hier ist das Durchgleitpotenzial, vergleichen mit reinen Freerideboards der 115-Liter-Klasse, etwas unterdurchschnittlich – sicher eine Folge des sehr schmalen Hecks. In der Halse punktet der Freedom bei allen, die schon sichere Powerhalsen fahren können mit variablen Radien und Potenzial für Carving-360s & Co. Aufsteigern und Halsen-Novizen wird hingegen etwas Kippstabilität fehlen.

Bruch Boards FreedomFoto: Manuel Vogel
Bruch Boards Freedom

surf-Fazit:

Das Bruch Boards Freedom sollte man als sportliches Freewave- bzw. Bump & Jump-Board zum Springen, Heizen und Wellenabreiten verstehen, welches man auch mal passabel mit dem 6,5er Segel zum Freeriden nutzen kann – in Summe ergibt das durchaus einen großen Einsatzbereich. Wer aber überwiegend mit Segeln über 6,2qm Freeriden oder Foilen möchte, sollte einen reinen Freerider mit breiterem Heck in Betracht ziehen.

Technische Daten Bruch Boards Freedom

  • Größe: 118 Liter
  • Länge: 235 cm
  • Breite: 65 cm
  • Gewicht: 7,56 Kilo (surf-Messung)
  • Preise: 2281 Euro

Mehr Infos zu den Bruch Boards findet ihr hier->

Das Loch für die Montage der Powerbox-Finne sitzt direkt hinten unter der Mittelschlaufe, was die Montage etwas komplizieren kann.Foto: Manuel Vogel
Das Loch für die Montage der Powerbox-Finne sitzt direkt hinten unter der Mittelschlaufe, was die Montage etwas komplizieren kann.