FPT BonaireYoup Schmit ist der “King of the Carribean”

Tobias Frauen

 · 11.04.2023

FPT Bonaire: Die besten Bilder vom "King of the Carribean"
Foto: FPT
Ein umjubelter Sieger, ein beeindruckendes Comeback mit dem “besten Heat der Karriere” und ein spektakulärer Crash! Der “King of the Carribean” auf Bonaire bot feinste Freestyle-Unterhaltung - wir haben die besten Bilder!

Bonaire ist als Freestyle-Paradies und Kinderstube einiger der besten Freestyler der Welt bekannt - da ist es naheliegends, dass auch die Freestyle Pro Tour (FPT) einen Stop auf der Karibik-Insel einlegt. 24 Fahrerinnen und Fahrer waren in der Sorobon Bay am Start, um den “King & Queen of the Carribean” zu krönen, darunter internationale Top-Stars wie Yentel Caers, Lennart Neubauer und Steven van Broekhoven oder Sarah-Quita Offringa und Oda Johanne Brødholt. Auch die Locals Taty Frans oder Youp Schmit waren natürlich an ihrem Home-Spot dabei.

Als “Proving Ground”-Event lag der Fokus auch darauf, jungen Talenten eine Chance zu geben, ihr Können zu zeigen und einen Teil von den 2500 Euro Preisgeld abzugreifen. Das Scoring-Format war dabei bewusst simpel gehalten: Zu 50% zählte der jeweils beste Move auf beiden Seiten, die anderen 50% gab es für den Gesamteindruck. So konnten alle Fahrer ihre Lieblingstricks zeigen, ohne strategisch im Hinblick auf die Komplexität ihren Heat planen zu müssen. Ebenfalls spannend: Männer und Frauen gingen gemeinsam an den Start - zum ersten Mal seit den Anfängen ihrer Karriere konnte sich die 20-fache Weltmeistern Sarah-Quita Offringa mit den Herren messen.

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Neubauer und van Broeckhoven im Duell der Generationen

Zu Beginn gingen die meisten Fahrerinnen und Fahrer mit 4,8 oder 5,2 aufs Wasser. Ein erstes Highlight und gleichzeitig ein Treffen der Generationen war der Heat von Lennart Neubauer gegen Steven van Broeckhoven. Nach seiner Verletzungspause zeigte Lennart, dass er weiter den WM-Titel im Auge hat. Mit Double Culos, Flaka into Ponch, Airfunnel Burner und anderen Moves ließ er van Broeckhoven keine Chance.

Ebenfalls in Bestform zeigte sich Bonaire-Local Youp Schmit. Der WM-Dritte von 2019 schlug Tigo Kort und seinen Nachbarn Taty Frans. Neubauer und Schmit trafen dann im Halbfinale auf Bodhi Kempen vom Brouwersdam und Nigel Hart, die beide das Nachsehen hatten. Der schwächelnde Abend-Wind in der Sorobon Bay sorgte für einen Abbruch des Finales, dass dann am nächsten Morgen erneut gestartet wurde. Lennart begann stark mit einem Culo 360 und einem Flaka into Ponch - eigentlich die stärksten Tricks seines Gegners Youp Schmit. “Ich dachte, das ist doch mein Move! Das hat mich angestachelt und einen Schalter umgelegt!” Schmit konterte mit einem wahren Feuerwerk und holte schließlich den Sieg, sehr zur Freude seiner Unterstützer am Strand.

Für den Start der Double Elimination musste dann zunächst auf etwas besseren Wind gewartet werden. Am Nachmittag ging es dann weiter mit einigen spannenden Begegnungen: Während Oda Johanne gegen den Polen Robert Sosnowski ausschied, kam Sarah-Quita Offringa gegen dessen Landsmann Pawel Palichleb weiter. Am nächsten Tag traf sie dann auf Yentel Caers - eine 20-fache Weltmeisterin gegen den früheren Welt- und Europameister! Am Ende war es eine enge Sache, dass der Belgier weiterkam, Caers musste Vollgas geben um Offringa zu schlagen.

Neubauer: “Der beste Heat meiner Karriere”

Yentel Caers startete daraufhin eine Aufholjagd und gewann seine Heats gegen Steven van Broeckhoven und Brouwersdam-Local Tim Gerdes. Auch Nigel Hart, der in der Single noch gegen Caers gewinnen konnte, hatte in der Rückrunde das Nachsehen, ebenso wie Bodhi Kempen, der damit doch noch vom Podium rutschte. Sein nächster Gegner hie dann Lennart Neubauer, der seine überragende Form auch in der Double Elimination unter Beweis stellte. In den sieben Minuten des Heats zeigte Neubauer Spock Culos auf beiden Seiten, diverse Flaka/Shaka/Ponch-Varianten, doppelte Powermoves wie Air Funnel Burners und Double Culos und einen Kabikuchi als Krönung. Auch Caers fuhr stark, ihm fehlte es jedoch offenbar an Power. Später berichtete Neubauer, dass er ein 5,6er gefahren sei, dass ihm den nötigen Antrieb bei den nunmehr leichten Winden gab. Später sprach Neubauer vom bis dato besten Heat seiner Karriere.

Während des Finales gegen Youp Schmit wechselte Neubauer dann doch auf 5,2, doch damit verließ ihn auch das Glück. Somit behauptete Schmit nach einem abermals spannenden Heat seine Position und darf sich nun “King of the Carribean” nennen. Doch auch Neubauer war alles andere als enttäuscht: “Ich hab mein wichtigstes Ziel erreicht, nämlich zu zeigen dass ich wieder da bin!” schrieb er bei Instagram. Auf den 13. Platz kam der junge deutsche Newcomer Leander Halm.

Heftiger Crash beim Willy Skipper

Nachdem das offizielle Resultat im Kasten war, gab es einige Super Sessions zu sehen. Es wurden der beste Frontloop (Sieger: Taty Frans), der längste Bodydrag (Sieger: Yentel Caers) und der längste Slide beim Willy Skipper (Sieger: Steven van Broeckhoven) gekürt. Unfreiwillig sprang dabei Tuim Gerdes in den Fokus: Obwohl er noch nie einen Willy Skipper versucht hatte, trat der Niederländer an - und fabrizierte einen Crash, der seitdem bei Instagram und Co. kursiert:

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Ergebnisse FPT Bonaire “King & Queen of the Carribean”

  • 1. Youp Schmit
  • 2. Lennart Neubauer
  • 3. Yentel Caers
  • 4. Bodhi Kempen
  • 5. Nigel Hart
  • 6. Tim Gerdes
  • 7. Steven Van Broeckhoven
  • 7. Adam Sims
  • 9. Bimbi Clappers
  • 9. Pawel Kazmierczak
  • 9. Tigo Kort
  • 9. Sarah-Quita Offringa
  • 13. Faan Coenen
  • 13. Maarten Molenaar
  • 13. Taty Frans
  • 13. Leander Halm
  • 17. Storm Nicolai
  • 17. Robert Sosnowski
  • 17. Pawel Palichleb
  • 17. Ryan Richie
  • 21. Oda Johanne Brødholt
  • 21. Reyshandrick Frans
  • 21. Mario Baoekstegers
  • 21. Sjoerdde Koning

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Tobias Frauen

Redakteur

Tobi verantwortet alles Digitale – von der surf-Webseite bis zu den Social-Media-Kanälen – und sorgt täglich für frischen Bild- und Videocontent. Seine Surf-Wurzeln reichen vom Münsterland über Ijsselmeer, Brouwersdam und Sylt bis nach Kiel und Heidkate. Heute lebt er seit über zehn Jahren in Hamburg als „Weekend Warrior“ und ist so oft wie möglich mit Campingbus und Familie unterwegs – bevorzugt an Ostsee, SPO, Dänemark sowie in Finnland, Schweden oder Sardinien.

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