Sarah-Quita Offringa startete letzte Woche beim Gloria Windsurf World Cup auf Gran Canaria in die Saison 2026 und belegte dort hinter Daida Moreno einen soliden zweiten Platz, was ihr eine hervorragende Ausgangsbasis für den Rest des Wave-Kalenders bieten dürfte. Jetzt steht auf Fuerte der nächste Stop der Kanaren-Tour an, dort kann die 35-Jährige ihren unglaublichen 17. Freestyle-Weltmeistertitel holen. Vor dem Start hat Chris Yates von der PWA ihr einige Fragen gestellt.
Hallo, Pozo lief besser als erwartet! Im Vorfeld des Events hatten wir nicht die üblichen Pozo-Bedingungen, und ich hatte nicht das Gefühl, wirklich in den Rhythmus gekommen zu sein. In Pozo geht es vor allem darum, sich unter diesen extremen Bedingungen mit dem Material wohlzufühlen, und das braucht Zeit. Da mir diese Zeit fehlte, hatte ich auch das Gefühl, den Leistungsdruck, den ich in Pozo normalerweise verspüre, ein wenig losgelassen zu haben. Ich war eher in der Einstellung: ‚Mal sehen, was auf uns zukommt, und wenn es soweit ist, kann ich nur mein Bestes geben.‘ Schließlich fand das Event dann doch statt – bei ebenso grenzwertigen Bedingungen wie zuvor, was es für alle auf dem Wasser zu einer Herausforderung machte. Aber bei dieser Vorhersage hätten wir dieses Jahr auch leicht ganz ohne Ergebnis dastehen können, daher war ich viel entspannter als sonst und einfach froh, dass wir überhaupt an den Start gehen konnten. Ich glaube, ich konnte mich auf meine bisherigen Trainings- und Wettkampferfahrungen in Pozo verlassen und bin quasi auf Autopilot gefahren, als die richtige Welle kam. Es schien, als hätte ich die benötigten Punktzahlen gerade noch rechtzeitig erreicht – zum Glück!
Ja, ich freue mich sehr, mit dem Freestyle loszulegen. Es ist nach wie vor meine Lieblingsdisziplin, und es fühlt sich gut an, frisch in dieses Event zu gehen. Im Slalom werde ich dieses Jahr nicht antreten. Die Teilnahme an aufeinanderfolgenden Events und der Wechsel zwischen den Disziplinen war eine spannende Herausforderung, aber auch körperlich und mental total anstrengend. Dieses Jahr möchte ich mir etwas mehr Luft und Zeit zum Erholen gönnen, bevor es nach Teneriffa geht.
Ich bin zu Hause auf Aruba ziemlich viel Freestyle gefahren und hatte auch in Pozo einige gute Sessions! Zu Hause habe ich das Gefühl, endlich den Dreh bei einigen Moves herausbekommen zu haben, die ich schon seit Jahren versuche – darüber freue ich mich sehr. Mal sehen, wie ich mich während des Wettbewerbs fühle und ob ich diese Moves auch unter Druck umsetzen kann.
Der Strand und das blaue Wasser auf Fuerteventura sind faszinierend, aber da draußen [auf dem Wasser] geht es richtig wild zu! Ich mag diese Bedingungen allerdings – bei so starkem Wind und diesen Rampen kann man bei den Power-Moves richtig Gas geben, was einen riesigen Adrenalinkick gibt!
Normalerweise schaue ich mir die Vorhersage nicht so oft an. Zu Hause weht der Wind immer aus einer Richtung und ich brauche im Grunde nur mein 4,8er-Segel, daher habe ich nie wirklich gelernt, Vorhersagen richtig zu deuten. Am Strand ist das meistens das Hauptthema, also höre ich mir bewusst ein paar Gespräche an, in denen über die Vorhersage gesprochen wird, und ziehe daraus meine eigenen Schlüsse! Bisher habe ich nur gehört, dass es beim Contest windig sein wird – mehr muss ich gar nicht wissen!
Alle Infos zum Worldcup auf Fuerte gibt es unter pwaworldtour.com
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