Sechs Monate lang hat Lisa Kloster gesägt, geschraubt, improvisiert und den Ausbau ihres neuen Vans im Blog “Lisa’s life” dokumentiert. Im neuen Video führt die Freestylerin durch das fertige Zuhause auf Rädern – inklusive Airfryer, Außendusche und riesiger Windsurf-Garage.
Vom nackten Movano-Kastenwagen zum maßgeschneiderten Windsurf-Mobil: In der zweiteiligen Van-Edition von “Lisa’s life” berichtete Lisa Kloster von undichten Fenstern, Materialproblemen und einem Wettlauf gegen die Zeit. Nach den ersten Wochen im Praxiseinsatz auf Karpathos und Naxos folgt nun die ausführliche Video-Tour. Darin zeigt Lisa, wie die vielen Ideen aus der Planungs- und Bauphase am Ende umgesetzt wurden – und wo noch ein wenig Arbeit wartet.
Im vorderen Teil des Vans setzt Lisa auf ein variables Raumkonzept. Die Sitzbank lässt sich ausziehen und mit den drehbaren Vordersitzen zu einer großen Sitzecke kombinieren. Am ausklappbaren Tisch kann Lisa nicht nur am Laptop arbeiten – auch für eine größere Runde Catan soll genügend Platz sein.
Unter der Sitzbank, in den Hängeschränken und in mehreren Bodenfächern versteckt sich zusätzlicher Stauraum. Hinzu kommen zahlreiche Steckdosen, USB-C-Anschlüsse und verschiedene Lichtquellen. Ein besonderes Detail ist das sogenannte „Mäusehaus“: ein kleiner Aufbau am Übergang zum Bett, der Heizungsrohr, Ablage und Dekofläche miteinander verbindet. Nur die Heizung selbst ist noch nicht vollständig angeschlossen – beim Titel „perfekter Winter-Van“ bleibt also vorerst ein kleines Fragezeichen.
Viel Arbeitsfläche war Lisa bei der Planung der Küche besonders wichtig. Gekocht wird auf einem zweiflammigen Gasherd, daneben gibt es eine Spüle und eine massive Arbeitsplatte aus Eiche. Aus dem ursprünglich geplanten Bambus wurde während des Ausbaus wegen mangelnder Verfügbarkeit kurzerhand Eichenholz – inzwischen eines von Lisas Lieblingsdetails.
Für deutlich mehr Komfort als im alten VW Bus sorgen ein rund 85 Liter großer Kühlschrank mit Gefrierfach, ein Wasserkocher und – das wohl ungewöhnlichste Extra – ein Airfryer. Lebensmittel, Geschirr, Gewürze und Kochutensilien verschwinden in individuell angefertigten Schubladen sowie mehreren Staufächern im Podest.
Der wichtigste Bereich wartet hinter den Hecktüren. Die knapp einen Meter hohe Garage bietet Platz für bis zu fünf Windsurfboards, zahlreiche Segel, Masten, Gabelbäume, Kite- und Surfmaterial sowie Skateboards, Campingmöbel und Neoprenanzüge. Dank eines verstellbaren Regalsystems kann Lisa die Aufteilung je nach Revier und benötigtem Material verändern.
Auch für das 2,70 Meter lange Longboard wurde eine spezielle Lösung gefunden: Es reicht von der Garage bis unter die Sitzbank im Wohnraum. PVC-Verkleidungen und wasserdichte Trennungen sollen verhindern, dass nasses Material mit der Elektrik oder dem Schlafbereich in Kontakt kommt. Dazu gibt es eine Dusche an den Hecktüren und eine Box, in der sich Lisa nach der Session umziehen und tropfende Neoprenanzüge transportieren kann.
Über der Garage liegt das 1,55 Meter breite und zwei Meter lange Bett. Ein Belüftungssystem unter der Matratze und ein Dachventilator sollen Feuchtigkeit und Schimmel vermeiden. Damit ist der Van genau der Kompromiss geworden, den Lisa gesucht hat: ein komfortables Zuhause, ein mobiler Arbeitsplatz – und vor allem eine Windsurf-Base mit sehr viel Platz für Material.

Redakteur surf
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