Wings 2026Große Windrange & Zielgruppe - der Slingshot Slingwing V6 im Test

Manuel Vogel

 · 15.04.2026

Der Slingwing ist mittlerweile in der 6. Version erhältlich
Foto: Tobi Frauen
​Der Slingshot Slingwing V6 bietet marginale Änderungen im Vergleich zum Vorgängermodell und behauptet sich in der Gruppe der besten Allround-Wings.

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Bereits Ende der Saison 2025 hat Slingshot mit der 6. Version des Slingwing ein erneutes Update seines Allround-Wings auf den Markt gebracht. Dieser ist in zwei Farbvarianten und zehn Größen verfügbar. Wir konnten die Größe mit 5,5 Quadratmetern ausgiebig testen.

An Land

Vergleicht man den V6 mit dem Vorgängermodell V5, fällt auf, dass der Wing nur in Details verändert wurde. So kann der Wing nun ausschließlich mit Boom gefahren werden, eine Montage von Griffen ist nicht mehr vorgesehen. Pfiffig: Der dünne Carbon-Boom kann innerhalb weniger Sekunden und ohne den Einsatz von Werkzeug einfach an der Mittelstrut eingeklickt werden. Angepasst wurden beim V6 das Panel-Layout sowie die Position der Fenster, welche nun einen passablen Sichtkorridor nach Lee freigeben. Hinsichtlich Profilverlauf, Profilstraffung und Outline geht der Wing aber unverändert in die neue Saison 2026. Belüftet wird der Slingwing V6 über zwei SUP-Ventile, die auch ein schnelles Entlüften ermöglichen. Die Profilspannung des Wings ist makellos und vor allem im vorderen Bereich vergleichsweise hoch. An der Hinterkante sorgen zusätzliche Latten für ein flatterfreies Fahrverhalten. Über jeden Zweifel erhaben ist die Ausstattung: Die Nähte an der Fronttube sind mit zusätzlichen Aufnähern gegen Scheuern geschützt. Gut funktioniert auch die feste Front Handle, die breit genug ist, um Wing-Passes durchzuführen und kurzzeitig sogar mal mit beiden Händen an der Schlaufe zu greifen.

Der V6 ist rein als Boom-Wing konzipiertFoto: Manuel VogelDer V6 ist rein als Boom-Wing konzipiert

Auf dem Wasser

Erwartungsgemäß fällt das Fahrverhalten des Wings auf dem Wasser nahezu identisch zum Vorgängermodell V5 aus. Der Wing stabilisiert sich beim Anfahren hervorragend und erzeugt auch bei Leichtwind sofort den nötigen Auftrieb, um über dem Kopf zu schweben und das Aufstehen zu ermöglichen. Aufgrund des straffen Profils gehört der Sling Wing V6 nach unserem Empfinden nicht zu den absoluten Leichtwindwaffen, mit entsprechender Pumptechnik entlockt man dem Wing aber dennoch genügend Power, um auch bei marginalen Bedingungen und in Verbindung mit Midlength-Boards früh abzuheben. Tipp: Wenn man den empfohlenen Fülldruck um etwa ein Psi unterschreitet, verleiht dies dem Wing mehr Elastizität und Effizienz bei Leichtwindbedingungen.

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Sobald man in der Luft ist, kann der Slingshot Slingwing V6 seine Stärken ideal ausspielen: Er stabilisiert sich angenehm, liegt ausgewogen in den Händen, erreicht einen guten Topspeed und überzeugt vor allem aufgrund seiner großen Windrange: Selbst starke Böen bringen den Wing nicht aus der Ruhe, er liegt immer ausbalanciert und ohne zu flattern in der Hand. Das ist auch der Grund, weshalb sich der Wing auf dem Wasser leichter anfühlt, als man es anhand des tatsächlichen Gewichts von 3,13 Kilo vermuten könnte.

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Wirkt kompakt und lässt sich in Manövern gut führen - der Slingwing V6Foto: Tobi FrauenWirkt kompakt und lässt sich in Manövern gut führen - der Slingwing V6

Keine Blöße gibt sich der Wing auch in Manövern, mit seinem dünnen Carbon-Boom lässt er sich vorzüglich und sehr punktgenau manövrieren. Der Wechsel “tip-to-tip” gelingt mühelos und spielerisch. Das gilt auch für Sprünge und Freestyle-Tricks, hier wirkt der V6 kompakt und leicht genug, um auch schnellere Rotationen mühelos mitzumachen. Hat man eine Dünungswelle aufgepickt und lässt den Wing hinterherfliegen, stabilisiert er sich gut in neutraler Position und entwickelt erfreulich wenig störendes Eigenleben. Damit unterstreicht der V6 seinen Allround-Anspruch, dem er auch 2026 mehr als gerecht wird.

Slingshot Slingwing V6 - das Fazit

Der Slingwing V6 positioniert sich weiterhin als sehr starker Allrounder. Wer meckern wollte, könnte sagen, dass es bei Leichtwind-Power, Freestyle-Eignung und Wave-Performance jeweils spezielle Konzepte gibt, die diese Einzeldisziplinen noch besser können. Andererseits gibt es aber auch wenige Wings, die alle Facetten des Wingfoilens so gut unter einen Hut bekommen wie der Slingwing V6. Einsatzbereich und Zielgruppe sind bei diesem Wing auf jeden Fall maximal groß.

Kontrolle, Windrange, Einsatzbereich

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Slingshot Slingwing V6 - technische Daten

  • Testmodell: Slingshot Slingwing V6 5,5 (seit September 2025)
  • Spannweite: k.A. cm
  • Tiefe: k.A. cm
  • Gewicht (eigene Messung, ohne Leash): 3,13 kg
  • Gewicht: 569 g/m2
  • Verfügbare Größen: 2,0/2,5/3,0/3,5/4,0/4,5/5,0/5,5/6,0/6,5 qm
  • Lieferumfang: Wing, Rucksack, Leash
  • Preis (Testmodell): 1159 Euro
  • Kontakt: Zur Website
Manuel Vogel

Manuel Vogel

Redakteur surf

Manuel Vogel (Jg. 1981) lebt in Kiel und stand bereits mit sechs Jahren auf dem Windsurfboard in der Surfschule seines Vaters. Nach über 15 Jahren als Windsurflehrer und seit 2003 im surf-Testteam arbeitet er seit 2013 als Redakteur für Test und Fahrtechnik. Seit 2021 ist er zudem begeisterter Wingfoiler – vor allem an der Ostsee und in den Wellen Dänemarks.

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