In der Größe 109 zeigte der Bolt bei Tests bereits klaren Charakter als besonders knackiges Freeraceboard. Dem braven Freerider Goya Volar steht auch mit diesem Bolt 129 ein sehr sportlich wirkendes Board zur Seite. Die beiden Board-Linien für die wichtigen Freeride- und Freerace-Größen über 100 Liter sind damit klar voneinander abgegrenzt, was Goya-Kunden die Entscheidung erleichtern sollte. Als wären die Cut Outs am Heck nicht sportlich genug, sind diese mit ein wenig schwarzer Farbe nochmals größer aufgemalt.
Dabei hat der Bolt auch ohne optische Täuschungen bereits reichlich Sport-Features zu bieten: In der Foilbox (ab Größe 129 Liter) ist eine schnittige Carbonfinne mit sehr scharfer Abrisskante verankert. Die Fußschlaufen lassen sich gemäßigt oder im Race-Modus sehr weit außen montieren. Der Bug ist deutlich ausgedünnt und die Mastspur zusätzlich einige Millimeter tiefer gelegt. Das Volumen ist dadurch im Bereich der vorderen Fußschlaufen konzentriert. Das durchgehende, verrundete und sehr deutliche V im Unterwasserschiff wird von Doppelkonkaven unterstützt, die im Bereich vor der Mastspur besonders üppig (ca. sechs Millimeter) ausfallen und dann dezenter bis zur Finne fortlaufen. Die 85 Zentimeter lange Gleitfläche endet am schmalen Heck mit einem kleinen Tailkick von etwa 1,5 Millimetern. Nicht vom Volumen, aber nach der Breite ist der Bolt das kleinste Board der Gruppe und die Breite ist das entscheidende Maß.
So wirkt das Board etwas kippeliger im Dümpeln, aber in mindestens gleichem Ausmaß auch agiler im Vollgleiten. Hier schlägt das sehr geringe Gewicht durch, denn das Board hängt superleicht am Fuß und wirkt auch schon bei leichtem Gleitwind quicklebendig und reaktiv. Ähnlich wie der White Tiger begeistert der Bolt den fortgeschrittenen Freeracer mit einem besonders freien, knackigen Fahrgefühl auch bei medium Windbedingungen. Das Board lässt sich gut aktiv anstellen, und du kannst mit der Druckverteilung spielen, das Board reagiert deutlich sensibler auf Fahrer-Input als ein Supersport oder F-Race. Bei starkem Wind sollte hier ebenso wie bei Future Fly etwas früher ein Finnentausch erwogen werden, dann lässt sich auch in der Leistung deutlich mehr herauskitzeln.
Voll angepowert wird der Bolt mit der 44er Finne unnötig gedrosselt. Etwas sensibler für richtige Belastung, aber schön reaktiv auf der Kante und drehfreudig zeigt sich der Bolt auch in der Halse. Auf dem blauen Geschoss gelingen nicht nur die engsten Radien, sondern auch die schneidigsten Carving Jibes. Beim Powerhalse lernen stottert die Durchgleitautomatik manchmal, aber wenn du gefühlvoll durch den Turn steuerst, kommst du mit gutem Speed raus und kann anschließend gleich voll durchbeschleunigen.
Wer ein richtig sportliches Board sucht, wird mit dem Bolt sicher glücklich. Der Shape vermittelt neben dem White Tiger und Tabou Rocket das schnellste, direkteste Freeracefeeling. Mit top Leistung bei Mittelwind und – mit kleinerer Finne – viel Potenzial auch bei angepowerten Bedingungen.
Carving Jibes, Freerace-Feeling, enge Halsen
sehr freie Gleitlage
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*surf-Messung, ohne Finne und Schlaufen
| Volumen | Breite | Länge | Gewicht** | Finne*** |
| 99 | 62 | 232 | 6,2 | 34 |
| 109 | 68 | 233 | 6,5 | 38 |
| 119 | 71 | 234 | 6,7 | 42 |
| 129 | 74 | 235 | 7,3 | 44 |
| 139 | 79 | 238 | 7,8 | 46 |
**Herstellerangabe, ***in Größe 129 und 139 foiltaugliche Deep Tuttlebox
Dieses Board ist Teil des großen Freerace-Tests 2026. Mit dabei sind Duotone Blitz, Future Fly White Tiger, Goya Bolt, JP-Australia Super Ride, JP-Australia Super Sport, Patrik F-Race, Severne Fox, Starboard Futura, Tabou Fifty und Tabou Rocket+. Alle Testberichte in surf 4/2026 ab 23. Juni und in loser Reihenfolge hier auf surf-magazin.de!
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