Supersportler sind superschnelle, seriennahe Rennmotorräder – und von deren Image und Glanz möchte JP wohl auch auf seinen Super Sport abstrahlen lassen: mit viel Leistung – aber noch beherrschbar. Der Super Sport ist im Hause JP das breiteste Board der Freeride-Freerace-Klasse und bietet sich daher auch besonders für große Segel und für den gelegentlichen Foileinsatz an.
Komfortbetonte Designmerkmale muss man beim Super Sport nicht lange suchen. Die Pads sind groß und rutschfest, die Schlaufen weich und bequem. Das Deck ist auf der Fersenseite der Schlaufen im Vergleich zu Slalom-Raceboards stärker abgeschrägt und auch die äußere Dübelreihe der Fußschlaufen lässt noch etwas Platz zum Reinschlüpfen, wobei die Schlaufen etwas weiter außen platziert sind als beim Super Ride. Für gute Dämpfung auf der Unterseite sorgt ein deutliches, verrundetes V im Unterwasserschiff im Bereich vor der Mastspur. Das V nimmt dann zum Heck ab und läuft bei der dünnen 44er Finne nahezu plan aus. Rund 90 Zentimeter Gleitfläche versprechen gutes Angleiten und die nur minimale Aufbiegung am Heck, von höchstens einem Millimeter, unterstreicht das. Verschraubt wird an Board alles mit Torx. Das Deck ist um die Mastspur nur moderat abgesenkt, wodurch eine große, nutzbare Bewegungsfläche zum Segelaufholen, Angleiten und in Manövern bleibt.
So wie mit einem VIP-Zugang in die Boxengasse wirst du auf dem Super Sport beim Einstieg in die Freerace-Liga verwöhnt. Du bekommst einen besonders einfachen Einstieg, quasi den „access to all areas“ – nur eben nicht für Schnittchen und Champagner, sondern für satte Fahrleistungen. Beim Segelaufholen oder Angleiten genießt du den großzügig bemessen Logenplatz an Deck mit mehr Fußraum als auf der Stehtribüne: die nur geringe Absenkung der Mastspur stört den flachen Deckverlauf kaum. Dank der langen Gleitfläche schiebt sich der JP mit wenig Widerstand, auch ohne abzufallen auf Halbwindkurs konstant, zügig und kippstabil über die Gleitschwelle. Der verrundete Deckshape führt die Füße nahezu automatisch in die bequem platzierten Schlaufen. Alles wirkt wie im elektronisch geregelten Sportmodus, ohne das etwas ungestüme Rennfeeling wie auf einem Goya Bolt.
Auch bei voller Gleitfahrt wirkt das Board komfortabel gedämpft und einfach kontrollierbar: der Bug neigt nie zum Abheben, gleitet aber frei genug. Um die Längsachse bewegt sich das Board kaum. Die dünne Finne erfordert beim Angleiten und Höhelaufen etwas sensiblere Belastung als die ehemals dickere Finne, ermöglicht aber auch mehr Topspeed. Der Adrenalin-Kick am Limit wie auf dem Bolt mit Slalom-Racefeeling fällt auf dem Super Sport eine Dosis geringer dosiert aus. Dafür zeigt sich das Board in der Halse mit Qualitäten, die im Freerace-Segment selten sind. Ganz eng will das breite Heck nicht drehen, doch in mittleren und weiten Radien gleitet das Board flüssig, stabil und auch von Kabbelwellen unbeirrbar weiter. Selbst weite Carving Jibes gelingen – für Boards dieser Breitenklasse – mit viel Fußdruck zumindest ordentlich.
Ein besonders einfach zu surfender Freeracer mit großem Windeinsatzbereich und sehr guten Halsenqualitäten.
Angleiten, Speed, Kontrolle, Gleithalsen, Komfort
Foil ready
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*surf-Messung, ohne Finne und Schlaufen
| Volumen | Breite | Länge | Gewicht** | Finne |
| 111 | 70 | 234 | 7,2 | 40 |
| 122 | 76 | 234 | 7,8 | 44 |
| 133 | 82 | 234 | 8,1 | 48 |
**Herstellerangabe
Dieses Board ist Teil des großen Freerace-Tests 2026. Mit dabei sind Duotone Blitz, Future Fly White Tiger, Goya Bolt, JP-Australia Super Ride, JP-Australia Super Sport, Patrik F-Race, Severne Fox, Starboard Futura, Tabou Fifty und Tabou Rocket+. Alle Testberichte in surf 5/2026 und in loser Reihenfolge hier auf surf-magazin.de!
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