Das Tabou-Dreigestirn aus Rocket, Rocket+ und Fifty deckt im Freeride-, Freerace, und Foilsegment wirklich alles ab und bietet so die kompletteste Flachwasser-Range. Neben dem leistungsstarken Komfortfreerider Rocket und dem knackigen Freeracer Rocket+ funktioniert der Tabou Fifty tatsächlich auch mit Foil erstaunlich gut, muss sich im Finnenvergleich aber auch nicht komplett verstecken. Der Trick für Finne und Foil in einem Board ist im Heck versteckt. Beim Fifty ist das Heck im Deck breiter als bei allen anderen Boards, die hinteren Schlaufen können dadurch mit sehr großer Hebelwirkung eingestellt werden. Auf der Unterseite ist die Gleitfläche mit tiefen Cut Outs vor allem auch seitlich so beschnitten, dass nicht mehr übrig bleibt als bei deutlich schmaleren Freeraceboards.
Bei genauem Peilen entlang der Mittelachse erkennt man auch, dass die hintere Schlaufe in einer Flucht mit der vorderen stehen. Und der Fuß in der vorderen Schlaufe zeigt weniger steil in Fahrtrichtung als üblich. Das sind die Foil-spezifischen, erkennbaren Merkmale. Im Gleitbereich herrschen Formen wie bei reinen Finnen-Boards: 80 Zentimeter Gleitfläche ohne Rocker, ein leichtes V unter der Mastspur mit tiefen Doppelkonkaven. Die nach hinten auslaufende Monokonkave mit integrierter Doppelkonkave sieht man allerdings selten. Sinnvollerweise kommt das Board mit einer vergleichsweise kleinen Finne: das passt zur freien Gleitcharakteristik und als Ergänzung zum Foileinsatz. Die Pads sind dünn und direkt, aber griffig.
Mit Foil macht dem Fifty kein Hybridboard was vor. Outline, Heckbreite und Schlaufenpositionen sind einfach besser geeignet und vermitteln bestmöglichen Foilspaß unter den Boards mit Wechseloption. Der Fifty fliegt stabil, setzt weich auf und leitet Steuerimpulse sehr direkt und dosierbar ans Foil weiter. Boards die noch besser Foilen, funktionieren mit Finne gar nicht. Aber auch „klassisch“ gleitet der Fifty gut an, wenn auch etwas Fahrtechnik hilfreich ist. Stichwort: leicht abfallen. Die vorderen Schlaufen sind wegen des schrägen Winkels etwas schwieriger zu treffen, was das Angleiten nicht so einfach gestaltet wie auf JP Super Sport oder Duotone Blitz. Einmal drin, passt die Standposition dann aber gut und auf Amwindkurs sogar besser als die ansonsten übliche Geometrie.
Zum Finne surfen hat die Schlaufenvariante „vorne außen, hinten innen“ besonders gut gepasst. Dabei rast, besser fliegt das Board schon bei leichtem Wind sehr frei über den Chop, der Lift der 40er Finne reicht dafür locker aus. Im regulären Windbereich fliegt der Fifty um die Längsachse sehr gelockt. Das breite Heck sorgt hierbei ebenso wie auf dem Foil für die gute Kontrollierbarkeit. So lässt der Fifty auf der Geraden keinen Zweifel aufkommen, dass es auch auf der Finne ein sportlich wirkendes, schnelles Freeraceboard ist. Zugeständnisse muss man lediglich in Manövern machen. Zum Wenden muss man etwas schneller um den Mast huschen, weil dort wenig tragendes Volumen steckt. Gleithalsen gelingen ordentlich, allerdings am Besten in mittleren bis weiten Radien und bei weniger stark aufgekantetem Board.
Wer mit nur einem Board regelmäßig zwischen Finne und Foil wechseln möchte und fortgeschrittenes Fahrkönnen mitbringt, ist mit dem Tabou Fifty als All-in-one-Board besonders gut beraten. Mit geringen Abstrichen auf der Finne und dafür besonders guter Foileignung.
Foil-Eignung; Speed Mittelwind; sportliches Fahrgefühl
Hochglanzfinish im Unterwasserschiff, Foil ready
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*surf-Messung, ohne Finne und Schlaufen
| Volumen | Breite | Länge | Gewicht** | Finne |
| 115 | 72 | 232 | 7,7/7,4 | 38 |
| 125 | 76 | 232 | 8,0/7,7 | 40 |
| 135 | 80 | 232 | 8,4/8,0 | 42 |
**Herstellerangabe, LTD/Team-Bauweise, Preise: 2299/2599 Euro
Dieses Board ist Teil des großen Freerace-Tests 2026. Mit dabei sind Duotone Blitz, Future Fly White Tiger, Goya Bolt, JP-Australia Super Ride, JP-Australia Super Sport, Patrik F-Race, Severne Fox, Starboard Futura, Tabou Fifty und Tabou Rocket+. Alle Testberichte in surf 4/2026 und in loser Reihenfolge hier auf surf-magazin.de!
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