Der Kode war lange das Allroundboard in der Starboard-Palette und in verschiedenen Preisklassen erhältlich. Wie andere Marken ebenfalls hat Starboard bei der Modellvielfalt (Größen/Bauweisen) etwas ausgedünnt, und 2026 wird der Kode ausschließlich in einer Konstruktion – in feinster Carbon-Bauweise – angeboten, vollflächig auf der Unterseite, 60 Prozent an Deck, laminiert als hochwertiges PVC-Sandwich.
Wenn man nicht wüsste, dass hier ein Freemoveboard liegt, könnte man den Starboard Kode nur nach den Shapemerkmalen auch als großes Waveboard einordnen. Das Heck ziert ein Swallow Tail, der Bug ist angespitzt und kess nach oben gezogen. Das Volumen des Boards konzentriert sich auf die Boardmitte, was zu einem in der Center-Linie vergleichsweise dicken Board mit deutlich verrundetem Deck führt, auf dem sich die vorderen Schlaufen im Dreier-Set-up in Boardmitte treffen. Satte acht Millimeter Aufbiegung („Rocker“) am Heck und eine gerade Gleitfläche unter den Schlaufen, die nur etwas mehr als eine Handbreite misst, könnten direkt aus der Wave-Werkstatt stammen. Die Box der Mittelfinne ist weit vorne im Board eingebaut, die Fußschlaufen dagegen besonders nahe am Heck und damit direkt über der Finne, die gerade aus dem Board ragt wie eine kleine Slalom-Finne. Zur Gesamtcharakteristik des Boards würde ein Thruster-Set vermutlich noch besser passen. Die Gleitfläche ist vorne monokonkav gewölbt, hinten als V-Shape ausgeführt und darin durchgehend doppelkonkav.
Das feuerrote Spielmobil wirkt quirlig wie kein zweites Board der Gruppe. Freeridefeeling? Fehlanzeige! Auf dem domigen Deck muss man spürbar mehr balancieren als auf den flachen Flundern von Patrik oder JP, beim Wenden sind flinke Füße gefragt. Bei ganz leichtem Gleitwind verlangt das Board Mithilfe, um auf Touren zu kommen, etwas abfallen und ein paar Pumpzüge können nicht schaden. Dann gleitet es quicklebendig, zapplig, reaktiv – egal wie man es nennt, es ist ein Board für Surfer, die ein superlebendiges Brettgefühl suchen, mit dem sich herrlich Haken schlagen lassen. Die Finne setzt keine Grenzen für richtig enge Turns: Snappy Jibes und 360er gelingen spielerisch und mit wenig Druck.
Weite Halsen erfordern dagegen viel Zehenspitzengefühl, sonst rennt das Board, wohin es will, wie ein aufgedrehter junger Hund. Im Chop nutzt man am besten jede zweite Welle für einen lockeren Jump. Das tut das Board nämlich gerne und spielerisch leicht, und es macht viel mehr Spaß, als hirnlos gegen Kabbelwellen anzuballern, denn die Dämpfung liegt eher auf Sportwagenniveau. Aufsteiger sind mit dem Kode weniger gut beraten als geübte Surfer, denn auch klassische Powerhalsen lassen sich zwar gut variieren, aber zum Durchgleiten sind fortgeschrittenes Fahrkönnen und Feingefühl erforderlich.
Der Starboard Kode vermittelt 115 Liter reines Wave-Feeling, Das Board ist optisch sehr attraktiv gefinisht und dürfte vor allem engagierte Manöversurfer ansprechen, die springen, eng drehen und damit bei Leichtwind leichtfüßig in gemäßigter Welle wedeln wollen.
Extrem drehfreudig; Springen, Welleneinsatz
Finnenkasten für Single-Finne weit vorne
Aufsteiger-Eignung
*surf-Messung
| Volumen | Breite | Länge | Gewicht** | Finne*** |
| 85 | 60 | 226 | 6,5 | 20+2x11 |
| 95 | 62 | 228 | 6,6 | 21+2x11 |
| 105 | 65 | 229 | 6,9 | 22+2x11 |
| 115 | 67,5 | 230 | 7,1 | 34 |
| 125 | 69,5 | 231 | 7,7 | 36 |
| 135 | 72 | 232 | 8 | 38 |
| 145 | 77 | 233 | 8,3 | 40 |
**Herstellerangabe, ***Center-Finne: Powerbox (nur 85 Liter: US-Box), Side-Fins: Starbox
Dieses Board ist Teil des großen Freemove-Tests 2026. Mit dabei sind außerdem Goya One, JP-Australia Freestyle Wave und Magic Move, Patrik F-Cross, Severne Dyno, Starboard Kode, Tabou 3S+ und We One We Freewave. Weitere Test-Artikel aus dieser Gruppe erscheinen regelmäßig auf surf-magazin.de und in surf 3/2026 ab 14. April.