Vidar Jensen berichtet 2007 über die (vermutliche) Erstbesurfung von Island. Inzwisschen hat die Insel unter anderem mit Marc Paré einen prominenten Fan, damals fand Vidar keinen einzigen Windsurfer, der schon mal auf Island aufs Wasser gegangen war. Dementsprechend abenteuerlich war die Reise ins Unbekannte, trotz seiner norwegischen Wurzeln wappnete sich Vidar mit dem dicksten Neopren, was zu kriegen war. Doch die erste Session an der Südküste stellte sich als überraschend mild heraus. Später dann kamen Haube und Handschuhe aber doch noch zum Einsatz, als der kleine Trupp weiter nach Norden zog. Eine Session bei eiskaltem Nordwind verliert aber den größten Schrecken, wenn man danach direkt im Garten der Unterkunft in eine heiße Quelle steigen kann. Neben diesen unvergesslichen Erlebnissen brachte Vidar Jensen atemberaubende Bilder mit - vielleicht waren es ja wirklichen die ersten isländischen Windsurf-Fotos!
Zum Auftakt der 2008er Tests gibt surf einen Einblick in das Prozedere: Testfahrten, Vergleichsfahrten und die Messungen der Test-Modelle werden genau erklärt. Dabei gibt es auch ein Wiedersehen mit der inzwischen abgerissenen Wanne für die Volumen-Messung. Damals wurden noch alle Boards unter Wasser gezogen, um das exakte Volumen festzustellen. Heute ist das nicht mehr nötig, denn aufgrund der CAD-Shapes passen die Hersteller-Angaben ziemlich genau. Bei handgeshapten Brettern gab es jedoch immer wieder Abweichungen, wenn Hersteller aus Marekting-Gründen eine Fantasie-Zahl auf die Board druckten. Alle anderen Messungen werden natürlich aber nach wie vor akribisch absolviert!
Einen sehr tiefen Einblick in die surf-Tests haben Stephan Gölnitz und Manuel Vogel vor einiger Zeit in diesen Interviews gegeben:
“Erst Frau, dann Kind, dann Bretter verkaufen”, orakelt der Text zum Einstieg, so enden viel Windsurf-Karrieren. Anne-Kathrin Stevens schreibt über eine bunte Truppe, die Surfurlaub und Familie offenbar perfekt verbinden. In der Geschichte wirken alle happy, auch wenn die Rollenverteilung etwas angestaubt wirken: Die Papas gehen surfen und reparieren die Wohnmobile, die Mamas sitzen beim Kaffeeklatsch. Die Mädchen malen und basteln, die Jungs flitzen auf den Fahrrädern umher. Aber Hauptsache, alle sind zufrieden.
2000 eigenständig geworden, 2003 schon die begehrteste Marke - JP-Australia hat sich in extrem kurzer Zeit an die Spitze des Marktes gesetzt. surf beleuchtet die Funktionsweise: Namhafte Fahrer, die professionell betreut werden, ein radikales Image dank Namensgeber (aber schon damals nicht mehr Anteilseigner) Jason Polakow, dabei aber Bretter für die breite Masse aus dem Hobel von Werner Gnigler. Und nicht zuletzt das Design mit hohem Wiedererkennungswert. Der Mann, der das alles zusammenhält, ist Manager Martin Brandner. Der taucht schon mal bei World Cups auf und sieht zu, dass alle Fahrer parieren, oder er rettet den Aloha Classic, bei dem dann alle Starterinnen und Starter ein riesiges JP-Logo ins Segel kleben müssen. Brandner ist nicht unumstritten in der Branche, aber der Erfolg gibt ihm recht
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